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Lexikon » Grundlagen

 

Auflösung:

Der Begriff Auflösung wird in der Praxis mehrdeutig und in vielen Bereichen verwendet, wodurch es zu Missverständnissen kommen kann. Auflösung im physikalischen Sinn (Bildelemente pro Länge) bezeichnet die Punktdichte einer Wiedergabe oder Bildabtastung und ist damit - neben der Farbtiefe - ein Maß für die Qualität.

Bei Rastergrafiken selbst, die z. B. als Datei vorliegen, kann diese Qualität nicht angegeben werden, da zunächst unklar ist, wie die Wiedergabe erfolgt. So kann eine kleinere, beispielsweise nur 200 Byte große Favicon-Grafikdatei eine durchaus „exzellente und 100 % perfekte“ Wiedergabequalität liefern.

Auflösung im technischen Sinn ist wiedergabe-bezogen. Solange die Wiedergabe auf physikalisch immer gleichen Medien erfolgt, beispielsweise einem 9 cm × 13 cm großen Fotoabzug oder identischen Fernsehern, hängt die dort erreichte Qualität auch von der Größe der ursprünglichen Rastergrafik ab. Da im Allgemeinen jedoch nicht klar ist, wie die Ausgabe in allen späteren Fällen genau erfolgt, kann die „Bildauflösung“ nicht als direktes Maß für eine allgemeine Wiedergabequalität dienen.

 

RGB - Farbraum:

Für technische Prozesse, die eine Rastergrafik wiedergeben, gilt: Je größer die Grafik ist („Bildauflösung“ bzw. Bildgröße in Pixeln),

  • desto besser kann die erreichte Wiedergabequalität sein
  • oder desto größer kann mit identischer Qualität wiedergeben werden.

Bedingt durch diverse technische Faktoren ist der Zusammenhang nicht linear, bzw. nur eingeschränkt linear. In der Praxis versucht man oft, eine möglichst große Grafik zu verwenden, um eine spätere Wiedergabequalität zumindest nicht von vorneherein einzuschränken. Im Einzelfall kann dies aber auch unverhältnismäßig aufwendig werden.

Der RGB-Farbraum wird für selbstleuchtende (farbdarstellende) Systeme benutzt, die dem additivem Farbmodell unterliegen (Lichtmischung). Nach Graßmanns Gesetzen lassen sich Farben durch drei Angaben definieren, im RGB-Farbraum sind dies der Rot-, der Grün- und der Blauanteil. Die konkrete Form des Farbraums hängt vom jeweils konkreten technischen System ab, für das der jeweilige Farbraum bestimmt wurde.

sRGB (Standard-RGB) wurde für Monitore entwickelt, deren farbgebende Basis drei Phosphore (Leuchtstoffe) sind. Solch ein Stoff gibt beim Auftreffen von Elektronen ein Spektrum von Licht ab, dabei sind geeignete Leuchtstoffe solche mit schmalbandigen Emissionen bei Wellenlängen im Bereich der Wahrnehmungsqualitäten Blau, Grün, Rot. Der Betrachter bekommt den im RGB-Farbraum definierten Farbeindruck (bei genügendem Abstand vom Bildschirm gehen die Pixel additiv in einander über). Die Intensität des Anregungsstrahls entspricht dem Tripel im RGB-Farbraum und kann beispielsweise als Dezimalbruch (0 bis 1 oder 0 bis 100 %) oder diskret mit 8 Bit pro Kanal (0…255) angegeben werden (8-Bit-TIFF). Je nach Anwendungsart sind dabei bestimmte Wertdarstellungen bevorzugt.

Mit größeren Speichermedien wurden Tonstufen von 16 Bit pro Kanal möglich. So sind dreimal von 0 bis 65535 (216) möglich, also insgesamt 281 Billionen Farben, beispielsweise beim 16-Bit-TIFF und 16-Bit-PNG). Gute technische Ausgabesysteme können mehr Farben wiedergeben als der Mensch unterscheiden kann, selbst der trainierte Mensch kommt nur auf etwa 500 000 Farbnuancen.[2] Für spezielle Anwendungen sind 16-Bit-Werte allerdings durchaus sinnvoll. Bei Auswertungen in der Röntgendiagnostik sind so exaktere Betrachtungen möglich.

Die Farbwiedergabe in Fällen wie Farbbilder vom PC-Drucker, Farbfotos auf Silberhalogenidbasis, der Druck einer Illustrierten, Farbbilder in Büchern geschieht durch Remission auf der präsentierenden Fläche. Hier gelten somit die Gesetze der subtraktiven Farbmischung, für die der CMY-Farbraum entwickelt wurde, wegen der Farbtiefe üblicherweise mit Schwarz für Farbtiefe als CMYK-Farbraum.

CMYK:

Das „K“ in der Abkürzung CMYK rührt weder von Kontrast noch blacK her; es ersetzt auch nicht den Buchstaben «B», um nicht für Blau/Blue zu stehen. Im englischsprachigen Offsetdruck bezeichnet K die key plate („Schlüsselplatte“), die schwarz druckende Platte, an deren Grundlinie die drei farbigen Platten ausgerichtet werden.

Im Gegensatz zum RGB-Farbraum, bei dem die Reihenfolge der Buchstaben tatsächlich der Anordnung der Subpixel auf den meisten Flachbildschirmen entspricht, gibt es für die Buchstabenfolge „CMYK“ keine natürliche Ordnung. Meist wird die alphabetische Reihenfolge für die drei Farbkomponenten bevorzugt. Es sind aber auch andere Schreibweisen verbreitet wie umgekehrt alphabetische YMCK. Diese Schreibweise entspricht üblicherweise den Farbbelegungen in Vierfarbdruckmaschinen, wenn man sie entlang des Papierlaufes betrachtet: weißes Papier, darauf wird K, dann C, dann M und zum Schluss Y gedruckt. Das Motiv ist sodann abgeschlossen[1]. Grundsätzlich sind zwar alle Schreibweisen möglich, als Industriestandard wird in der grafischen Industrie international CMYK zumeist verwendet und beugt somit Missverständnissen am ehesten vor.

Industrieller Farbdruck mit CMYK-Farben wird Druck nach Euroskala genannt, weil er sich farblich an der ehemaligen Europaskala orientiert. Diese Bezeichnung wird umgangssprachlich (vor allem in den USA als Euroscale) für den europäischen Offsetdruck gebraucht. Die Euroskala ist aber keine korrekte Norm, die korrekte Bezeichnung hierfür ist ISO-Skala. Die zugehörige Normierung ISO 2846 definiert für Farblieferanten die Eigenschaften dieser Farben. In der ISO 12647-2 ist die Farbwirkung dieser Druckfarben auf unterschiedlichen Druckpapieren beschrieben. Zur praktischen Anwendung dieser Norm existieren ICC-Profile, beispielsweise „ISO Coated sb“ für den Druck auf gestrichenen Papieren.

Das CMYK-Farbmodell ist ein generatives Farbmodell, d. h. es beschreibt die technischen Mischverhältnisse seiner vier Grundfarben unabhängig davon, welche Grundfarben (Farbvalenzen) letztlich verwendet werden. Die möglichen Werte für jede der vier einzelnen Farben liegen zwischen 0 % und 100 %. 0 % steht für unbedruckt und 100 % für eine Volltonfläche.

Um farbtreue Druckergebnisse zu erzeugen, wurden diese mit den ISO-Standards 15929 und 15930 genormt. Dabei hat sich in der europäischen Druckindustrie PDF/X-3 als (Minimal-)Standard durchgesetzt. In Nord-Amerika ist das, etwas weniger restriktive, PDF/X-1a Format Standard. Für farbverbindliche Drucke muss jede einzelne Komponente (z.B. Digicam, Scanner, Monitor, Druckertreiber, Tinte, Papier) profiliert werden.

Man verwendet für das CMYK-Farbmodell vier genormte Farbtöne, die Prozesscyan, Prozessmagenta, Prozessgelb (auch Eurogelb) und Prozessschwarz genannt werden.

Die zusätzliche Druckfarbe Schwarz (Key) – für die das CMYK-Farbmodell entworfen wurde – ist nötig, weil der Zusammendruck der drei Bunttöne (als Grundfarben des CMY-Farbraumes für das subtraktive Farbmodell, das das Verhalten von Licht beschreibt) zwar theoretisch, aber nicht praktisch ein ausreichendes Schwarz ergibt. Für die im Druck verwendbaren Cyan-, Magenta- und Gelb-Pigmente gibt es keine Farbmittel, die die nötigen optischen Eigenschaften einer Optimalfarbe haben. Andererseits ist das Schwarz für den Unbuntaufbau eines Bildes unbedingt nötig. Es wird bei der Separation des Bildes bestimmt um zu vermeiden, dass zu viele Farben übereinander gedruckt werden müssen. Die realen Absorptionseigenschaften von Pigmenten für Druckfarben verhindern, dass eine Mischung mit drei Grundfarben tatsächlich Schwarz, also eine gleichmäßige Auslöschung der Intensitäten ergibt. Das Ergebnis bleibt ein dunkles Braun. In der Praxis nimmt man für ein reines tiefes Schwarz das Pigment Ruß, das meist mit Reflexblau geschönt ist, um den natürlichen Rotstich zu überdecken. Auch zur Verbesserung des Kontrastes in dunklen Bild- oder Zeichnungsteilen wird Schwarz im Vierfarbdruck verwendet. Auch lassen sich die farbmetrisch korrekten Buntfarben technisch nicht effektiv nachstellen, und der Bedruckstoff (meist ein Papier) ist nicht farbmetrisch neutralweiß.

Photoshop:

ist ein kommerzielles Bildbearbeitungsprogramm des US-amerikanischen Softwarehauses Adobe Systems. Im Bereich der professionellen Bildbearbeitung (Druckvorstufe) ist das Programm Marktführer. Photoshop ist Teil der Adobe Creative Suite, einer Sammlung von Grafik- und Designprogrammen und wie die meisten anderen Adobe-Anwendungen für Mac OS X und Microsoft Windows verfügbar.

Corel Draw:

ist eine insbesondere auf Windows-Systemen verbreitete Grafiksoftware-Sammlung der Corel Corporation. Sie ist eine direkte Konkurrenz zu den besonders in der Druckvorstufe verbreiteten Programmen Adobe Illustrator und FreeHand.

Die Versionsnummern wurden erst bis 12 (2003) hochgezählt, in nachfolgenden Versionen wurde die "10" durch die römischen Ziffer X ersetzt, somit X3 (2006), X4 (2008), und X5 (2010) genannt.

Illustrator:

ist ein vektorbasiertes Grafik- und Zeichenprogramm. Es wurde und wird von dem kalifornischen Softwareunternehmen Adobe Systems entwickelt und vermarktet.

Ursprünglich für den Apple Macintosh entwickelt, schloss Adobe mit Illustrator die Lücke zwischen den komplizierten CAD-Programmen und den unflexiblen, ungenauen, pixelbasierten Malprogrammen.

Erstmals setzte eine Grafikanwendersoftware Bézierkurven zur Beschreibung grafischer und geometrischer Objekte ein. Von Beginn an basierte das Illustrator-Dateiformat (.ai) auf PostScript. Das ermöglichte die direkte Übertragung der Daten mit diesem Format an einen Drucker. Allerdings verwendete das Illustrator-Format eine recht eingeschränkte Untermenge der PostScript-Sprache. Dadurch war Illustrator kein echter PostScript-Editor.

Freehand:

von Macromedia ist ein vektorbasiertes Grafik- und Zeichenprogramm.

Es wurde von Altsys 1988 entwickelt. Später ging es an Aldus (PageMaker). Nachdem PageMaker von Adobe Systems vermarktet wurde, nahm Macromedia 1995 FreeHand in sein Produktsortiment auf.

Beide Programme waren ursprünglich nur für den Macintosh verfügbar. Im professionellen Bereich gibt es für beide Programme eine starke Anhängerschaft.

FreeHand kann über die Exportfunktion viele Dateiformate generieren.

Zur sicheren PDF-Erstellung dienen daher die Acrobat-Produkte von Adobe. Im Gegenzug dazu wird FreeHand wegen seiner hohen Kompatibilität zu dem ebenfalls von Macromedia entwickelten Programm Flash vermehrt im Internetbereich eingesetzt.

Im Jahre 2005 wurde Macromedia von Adobe Systems übernommen. Bei den am 27. März 2007 vorgestellten Updates fast aller Produkte von Adobe ist FreeHand nicht dabei. Laut Adobe wird FreeHand zwar noch unterstützt, aber nicht mehr weiterentwickelt. Adobe bietet ein „Crossgrade“ von FreeHand auf das Programm Adobe Illustrator CS 3 an. Illustrator stand vor der Übernahme Macromedias durch Adobe in direkter Konkurrenz zu FreeHand.

Adobe Systems hat am 16. Mai 2007 in einem Adobe-Blog [1] verkündet, dass „FreeHand MX“ weiterhin angeboten wird. Adobe Systems wird aber keine neue Version von FreeHand mehr auf den Markt bringen

QuarkXPress:

 wird vor allem in Werbeagenturen und von freien Grafikern, bei Prepress-Dienstleistern sowie in Druckereien und Verlagen eingesetzt. Zusammen mit Redaktionssystemen wie Quark Publishing System (QPS) ist es häufig in der professionellen Zeitungs- und Zeitschriftenproduktion anzutreffen. Weitere Einsatzbereiche sind Prospekte, Broschüren, Kataloge, Faltblätter, Plakate, Geschäftsdrucksachen und auch Database-Publishing-Anwendungen. Dank Unterstützung von Inhaltsverzeichnissen und Stichwortverzeichnissen eignet es sich auch für gestaltungsintensive Buchproduktionen.

Seit QuarkXPress 5 können mit dem Programm auch direkt Webseiten (HTML) erstellt werden, ohne auf einen externen HTML-Editor zuzugreifen. Seit Oktober 2006 kann man mit dem Plug-in Quark Interactive Designer auch Flash direkt aus QuarkXPress erstellen. Dieses wird mit QuarkXPress 8 mitgeliefert.

Im deutschsprachigen Raum wurde die Variante QuarkXPress Passport verkauft, die im Unterschied zu der in England und den USA erhältlichen Variante multilinguale Sprachunterstützung bot. Die Passport-Varianten wurde mit Version 8 abgeschafft und sind weltweit gleich. Der einzige Unterschied zwischen den heutigen „Editionen“ sind die UI-Sprachen und die Möglichkeit, japanische Typografie zu erstellen.

Jede Edition von QuarkXPress 8 unterstützt 38 Sprachen und Sprachvarianten – jeweils für Worttrennung und Rechtschreibprüfung. Die Benutzeroberfläche lässt sich dynamisch in andere Sprachen umstellen. Es werden folgenden Editionen vertrieben: Amerikas (Nord und Süd), Amerikas Plus, Ostasien, Osteuropa, United Kingdom, United Kingdom Plus, Westeuropa und Westeuropa Plus. Die Plus-Varianten fügen jeweils die Möglichkeit hinzu, japanische Typographie zu erstellen.

Adobe Reader:

(früher Acrobat Reader) ist ein Computerprogramm der Firma Adobe zum Anzeigen von PDF-Dokumenten, also ein Dateibetrachter. Es ist Teil der Adobe Acrobat-Produktfamilie. Download Adobe Reader

 

TIF:

TIFF ist, neben PDF und EPS, ein wichtiges Format zum Austausch von Daten in der Druckvorstufe in Verlagen und Druckereien, weil es das von ihnen verwendete CMYK-Farbmodell unterstützt. Im Internet wird das TIF-Format genutzt, um Anwendern, wie etwa Verlagen, hochaufgelöste Bilder in druckfähiger, verlustfreier Qualität zur Verfügung zu stellen. Dabei wird in Kauf genommen, dass diese Dateien ein Mehrfaches der Größe eines verlustbehaftet komprimierten JPEG-Bildes haben. TIFF hat sich so als Quasi-Standard für Bilder mit hoher Qualität etabliert.

Für den Bereich der rasterbasierten Geoinformationen etabliert sich mehr und mehr eine mit zusätzlichen Tags versehene TIFF-Variante, das sogenannte GeoTIFF. Es erlaubt, etwa bei Kartenbildern, Luftbildern und ähnlichen Informationen, anzugeben, wo auf der Erde die im Bild dargestellte Situation exakt koordinatenbezogen liegt.

TIFF wird auch zum Archivieren von monochromen Grafiken (z. B. technischen Zeichnungen) verwendet, da in Verbindung mit der „Fax Group 4“-Komprimierung sehr kompakte Dateien entstehen.

Um der Presse etc. die Arbeit zu erleichtern, werden von manchen Organisationen zum Beispiel ESA oder NASA hochaufgelöste Bilder neben dem JPEG-Format stellenweise auch im TIFF-Format angeboten, während bei niedrigen Auflösungen normalerweise nur das verlustbehaftete JPEG-Format zum Einsatz kommt.

JPG:

ist die gebräuchliche Bezeichnung für die 1992 vorgestellte Norm ISO/IEC 10918-1 bzw. CCITT Recommendation T.81, die verschiedene Methoden der Bildkompression beschreibt. Die Bezeichnung „JPEG“ geht auf das Gremium Joint Photographic Experts Group zurück, das die JPEG-Norm entwickelt hat.

JPEG schlägt verschiedene Komprimierungs- und Kodierungsmethoden vor, darunter verlustbehaftete und verlustfreie Komprimierung, verschiedene Farbtiefen sowie sequenzielle oder progressive Modi (normaler Bildaufbau bzw. allmähliche Verfeinerung). Weithin verbreitet ist nur die verlustbehaftete Komprimierung bei sequenziellem oder progressivem Modus und 8-Bit-Farbkanälen.

Die JPEG-Norm beschreibt lediglich Bildkompressionsverfahren, legt aber nicht fest, wie die so entstandenen Daten gespeichert werden sollen. Gemeinhin werden mit „JPEG-Dateien“ oder „JPG-Dateien“ Dateien im Grafikformat JPEG File Interchange Format (JFIF) bezeichnet. JFIF ist jedoch nur eine Art, JPEG-Daten abzulegen; SPIFF und JNG sind weitere, wenn auch wenig gebräuchliche, Möglichkeiten.

EPS:

Eine Encapsulated Postscript-Datei (EPS-Datei) ist eine Grafikdatei in der Seitenbeschreibungssprache PostScript, die besondere Anforderungen erfüllt, um das Einbinden in ein Dokument zu ermöglichen. Insbesondere beschreibt EPS im Gegensatz zu allgemeinem PostScript immer nur eine Seite. Das Format wurde 1987 von Adobe gemeinsam mit Aldus, dem damaligen Hersteller von PageMaker, und Altsys, das Vektorgrafik- und Schrifteditoren entwickelte, veröffentlicht[1].

Eine EPS-Datei enthält Objekt-, Rastergrafik- und Separationsdaten. Auch Schriften können eingebettet sein. Da importierende Anwendungen nicht über einen PostScript-Interpreter verfügen müssen, kann eine EPS-Datei optional auch eine Voransicht in geringerer Auflösung (vgl. Thumbnail) enthalten, die in der Bildschirmansicht als Platzhalter dienen kann.

Encapsulated PostScript wurde entwickelt, da es schwierig ist, beliebige im PostScript-Format vorliegende Grafiken in andere PostScript-Dateien einzubetten. Bereits die Ermittlung von Höhe und Breite einer PostScript-Grafik ist nicht ohne weiteres möglich. Daher enthalten EPS-Dateien Informationen über die sogenannte Bounding Box. Die Bounding Box ist das kleinste Rechteck, das sich um ein druckbares Objekt zeichnen lässt. Da es möglich ist, dass der eingebettete Code unerwünschte Auswirkungen auf die Interpretation von Code des einbettenden Dokuments hat, müssen weitere Regeln eingehalten werden. Eine EPS-Grafik muss beispielsweise nach ihrer Interpretation den Operandenstack in seinem ursprünglichen Zustand hinterlassen und darf keine Befehle oder sonstigen Programmstrukturen benutzen, die sich global auf das gesamte die EPS-Datei enthaltende Dokument auswirken. So ist z. B. die Verwendung des erasepage-Operators, der den Inhalt einer gesamten Seite (und damit auch den Bereich außerhalb der EPS-Grafik) löscht, nicht erlaubt.

EPS-Dateien können beispielsweise mit Ghostscript am Bildschirm angezeigt oder für das Drucken auf einem nicht postscriptfähigen Drucker konvertiert werden. Die Dateiendungen für EPS sind .eps und seltener .epsf. Letzteres ist die Abkürzung für „Encapsulated PostScript File“.

PDF:

Aus Texten, Bildern und Grafiken – gemischte oder einzeln – lassen sich mit entsprechenden Programmen PDF-Dokumente/-Dateien erzeugen (z. B. mit kostenlosen Programmen wie dem PDFCreator und OpenOffice.org, kostenpflichtigen wie Adobe Acrobat oder einfach über den Druckdialog) und mit entsprechenden Leseprogrammen darstellen (z. B. Adobe Reader, Ghostscript, Foxit, Vorschau, Okular). Der Ersteller einer PDF-Datei kann diese in vielfältiger Weise vor ungewolltem Gebrauch schützen, indem er die Sicherungsmechanismen des PDF aktiviert. Dadurch sollen u. a. das Urheberrecht besser gewahrt oder durch Verschlüsselung der Zugriff Unbefugter verhindert werden. Je nach Bedarf kann bereits das Öffnen der Datei ein Passwort erfordern, oder das Kopieren von Inhalten aus der Datei oder das Ausdrucken wird nicht zugelassen. Die dafür im PDF implementierten Schutzmechanismen sind jedoch nicht zuverlässig; insbesondere einfachere Formen der Verschlüsselung sind leicht zu überwinden.

In der Startphase war der Adobe Reader kostenpflichtig. Erst die kostenfreie Weitergabe der Software ermöglichte die Verbreitung im heutigen Ausmaß. PDF war lange Zeit ein kommerzielles (proprietäres), aber offengelegtes Dateiformat, das im PDF Reference Manual von Adobe dokumentiert ist. Anfang 2007 hatte Adobe es in den Standardisierungsprozess der ISO eingebracht, und mit der Veröffentlichung am 1. Juli 2008 ist PDF in Version 1.7 als ISO 32000-1:2008 ein Offener Standard.

Bestimmte Methoden beim Umgang mit PDF wurden zur Erleichterung des Datenaustausches in der Druckvorstufe (als PDF/X) schon vorher und zur Langzeitarchivierung von PDF-Dateien (als PDF/A-1 in ISO 19005-1:2005) von der ISO genormt.

 

DIN und andere Formate:

DIN A0 = 84,1 x 118,9 cm
DIN A1 = 59,4 x 84,1 cm
DIN A2 = 42,0 x 59,4 cm
DIN A3 = 29,7 x 42,0 cm
DIN A4 = 21,0 x 29,7 cm
DIN A5 = 14,8 x 21,0 cm
DIN A6 = 10,5 x 14,8 cm
DIN A7 = 7,4 x 10,5 cm
DIN A8 = 5,2 x 7,4 cm

Großfläche oder 18/1 = 356 x 246 cm
City Light = 118,5 x 175 cm

Quelle: Wikipedia